Vertuschte Mängel: Mitsubishi-Manager verhaftet - DER SPIEGEL
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Vertuschte Mängel Mitsubishi-Manager verhaftet

Wenige Wochen nach dem Bruch des Bündnisses mit DaimlerChrysler gerät Mitsubishi erneut in die Schlagzeilen. Der frühere Präsident des japanischen Autoherstellers, Katsuhiko Kawazoe, und fünf andere ehemalige Manager des Autokonzerns mussten wegen der möglichen Verantwortung für einen tödlichen Unfall hinter Gitter.
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Tokio - Im Jahr 2002 war ein Lastwagenfahrer am Steuer eines Mitsubishi Fuso ums Leben gekommen. Nach Ansicht der Polizei waren Mängel am Fahrzeug dafür verantwortlich. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Unfall durch eine umfassende Rückrufaktion durch Mitsubishi hätte verhindert werden können.

Kawazoe hatte die Vorwürfe zuvor in einem Gespräch mit der japanischen Nachrichtenagentur Jiji zurückgewiesen. "Wie hätte ich von diesen Mängeln wissen sollen?" sagte der frühere Spitzenmanager, der im Jahr 2000 die Verantwortung für einen anderen Vertuschungsskandal übernommen hatte und zurückgetreten war. Der viertgrößte japanische Autohersteller hat bereits mehrfach eingestanden, jahrzehntelang Mängel an Fahrzeugen systematisch vertuscht zu haben.

DaimlerChrysler prüft deshalb Schadenersatzforderungen gegen Mitsubishi Motors. Die jüngste Rückruf-Aktion von Fuso bezog sich auf 170.000 schwere Lkw aus den Jahren 1983 bis 1996. Zu dieser Zeit gehörte Fuso noch zu Mitsubishi und nicht zu DaimlerChrysler. DaimlerChrysler hatte am 1. April 2003 zunächst 43 Prozent am japanischen Nutzfahrzeug-Marktführer übernommen. Kürzlich wurde dieser Anteil auf 65 Prozent aufgestockt.