Viag Interkom: Aus für Preselection - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Viag Interkom Aus für Preselection

Viag Interkom fährt das Festnetz-Geschäft mit Privatkunden auf ein Minimum zurück. Der Telekommunikationsanbieter will sich künftig auf Geschäftskunden und den Ausbau der Mobilfunksparte konzentrieren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Die so genannte Preselection, mit der Privatkunden ihre Ferngespräche über Viag Interkom führen konnten, wird ab sofort nicht mehr angeboten, teilte das Unternehmen mit. Die demnächst ganz zu British Telecom (BT) gehörende frühere Viag-Tochter will sich im Festnetz auf das Firmenkunden-Geschäft konzentrieren.

Der Rückzug ist zum einen zurückzuführen auf die neue Unternehmensstruktur nach der Übernahme durch BT. Das Festnetzgeschäft soll ausgegliedert und Teil der BT-Sparte Ignite werden. Zum anderen sind Festnetz-Telefonate auf Grund des wachsenden Preisdrucks für Privatkunden kaum noch profitabel anzubieten. Schon für Preselection angemeldete Kunden könnten das Angebot "vorerst weiter nutzen", so das Unternehmen.

Nach dem Kauf einer UMTS-Lizenz für rund 16,5 Milliarden Mark muss sich Viag Interkom auch auf den Bau eines entsprechenden Mobilfunknetzes konzentrieren.