VIAG: Simson will Telekommunikation ausbauen - DER SPIEGEL
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VIAG Simson will Telekommunikation ausbauen

Die VIAG plant keinen Rückzug aus der Telekommunkation. Die Zahl der Kunden soll noch in diesem Jahr auf fünf Millionen steigen, so VIAG-Chef Wilhelm Simson.
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München - Trotz der hohen Anlaufkosten sei der Einstieg in die Telekommunikations-Branche die beste Investition der VIAG in den vergangenen Jahren, unterstrich VIAG-Chef Simson vor mehr als 1500 Aktionären. "Die Ausgangsposition für das dritte Standbein ist ausgezeichnet." Die VIAG Interkom will die Zahl ihrer Kunden bis Jahresende von drei auf mindestens fünf Millionen steigern. Das entspricht einer Steigerung des Marktanteils von sechs auf acht Prozent.

Der nach der Fusion von VIAG und VEBA entstehende E.ON-Konzern ist laut Finanzvorstand Erhard Schipporeit für die Versteigerung der UMTS-Lizenzen für die neue Mobilfunkgeneration gut gerüstet. Eine Trennung vom Telekommunikationssektor war vor allem wegen der großen Investitionen in diesem Bereich im Gespräch. Schipporeit erklärte, dass man sich aber trotz der lukrativen Aussichten auf dem Mobilfunkmarkt der Zukunft bei der Versteigerung "nicht vom Jagdfieber anstecken lassen" werde.

In den vergangenen Wochen war immer wieder über ein Rückzug von VIAG und VEBA aus der Telekommunikation spekuliert worden. Vor allem VEBA-Chef Ulrich Hartmann dränge auf den Ausstieg, berichteten verschiedene Medien. Simson erklärte nun erneut, es sei lediglich geplant, die British Telecom mit 50 Prozent an der neuen Holding VIAG Telecom zu beteiligen. Bisher halten die Briten 45 Prozent von VIAG Interkom.