Viagra-Import: Österreichs kleine Handelsschwäche - DER SPIEGEL
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Viagra-Import Österreichs kleine Handelsschwäche

Der Handel zwischen Österreich und Irland verläuft seit Jahren in die gleiche Richtung - die Alpenrepublik bestellt und die grüne Insel liefert. Ein Umstand daran aber dürfte den Österreichern etwas peinlich sein: Der Handel konzentriert sich praktisch auf ein Produkt - die Potenzpille Viagra.
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Wien - Wie die Nachrichtenagentur APA am Montag berichtete, stiegen die Importe von der Grünen Insel seit dem Jahr 2002 um über 15 Prozent auf 996 Millionen Euro. Die Hälfte aller Einfuhren entfiel dabei auf Viagra. Österreichs Exporte auf die Insel stagnierten dagegen bei rund 220 Millionen Euro.

Einziger Lichtblick für die Österreicher: Viagra wird seinen prominenten Platz auf der Importliste des Alpenstaates möglicherweise nicht mehr lange halten können. Denn längst sind starke Konkurrenten auf dem Markt, die der Potenzpille das Wasser abgraben. Die Konkurrenten Bayer und GlaxoSmithKline investieren massiv in die Werbung für ihr eigenes Präparat Levitra, neu dazu gekommen ist Cialis aus dem Hause Eli Lilly.

In einem Vergleichsteat schnitt das jüngst Mittel Cialis am besten ab, Viagra landete dagegen abgeschlagen auf Rang drei. An der Studie hatten 150 Männer teilgenommen, die alle drei Medikamente testeten. 45 Prozent von ihnen hätten Cialis bevorzugt, 30 Prozent Levitra. Nur 16 Prozent hätten Viagra für das überlegene Präparat gehalten.

Auch in einer zweiten Studie schnitt Viagra schlecht ab. Darin wurden die Wirkungen der Pillen bei hoher Dosierung verglichen. Demnach war Levitra bei 43 Prozent der Testpersonen die erste Wahl, 40 Prozent optierten für Cialis und 17 Prozent bevorzugten Viagra.

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