Videobeweis: US-Kabelanbieter feuert Techniker nach Schläfchen - DER SPIEGEL
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Videobeweis US-Kabelanbieter feuert Techniker nach Schläfchen

In Japan ist das Nickerchen am Arbeitsplatz sogar erwünscht. In den USA ist man da strenger - erst recht, wenn der Mitarbeiter auf der Couch im Haus des Kunden einschläft und dabei gefilmt wird.
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New York - Brian Finkelstein war von dem Service seines Kabelanbieters Comcast   alles andere als angetan, wie der Nachrichtensender CNN berichtet. Eigentlich hatte er einen Techniker bestellt, um eine Störung an seiner Empfangsanlage beseitigen zu lassen. Stattdessen hörte er den Mann friedlich schnarchen, als er sein Wohnzimmer betrat.

Finkelstein zügelte seine spontane Empörung - und revanchierte sich auf seine Weise. Er fertigte einen kleinen Videofilm von dem friedlich Schlafenden an und vertonte das Ganze mit dem Song "I Need Some Sleep" der Pop-Band Eel und Kommentaren über den schlechten Service von Comcast. Den 58-Sekunden-Clip veröffentlichte er anschließend auf der Webseite YouTube.com.

Das Echo war groß. Seit dem vergangenen Dienstag, als der Spot auf der populären Webseite eingestellt wurde, amüsierten sich dem Bericht von CNN zufolge rund 300.000 Internet-Nutzer über den Arbeitseifer des Comcast-Technikers.

Kaum verwunderlich, dass man im Vorstand von Comcast ob der Peinlichkeit wirklich verärgert war. Ein Dokument wie das Video schadet schließlich dem Ruf. Und Comcast hat einiges zu verlieren - immerhin versorgt der Kabelanbieter 21 Millionen Kunden. Der Personalchef feuerte den Schlafwandler fristlos und entschuldigte sich bei Finkelstein öffentlich für die Nachlässigkeiten im Service. "Wir können und werden die in dem Video gezeigten Verhaltensweisen nicht dulden", hieß es in einem offiziellen Statement des Unternehmens.

Doch die fristlose Kündigung allein dürfte kaum ausreichen, um den lädierten Ruf wieder herzustellen. Denn offensichtlich hat Comcast erheblich dazu beigetragen, den Arbeitseifer seines Mitarbeiters zu bremsen. Der Mann habe rund eine Stunde in der Warteschleife der Comcast-Service-Hotline ausgeharrt, bevor er in die Kissen gesackt sei, berichtete Finkelstein.

mik/CNN