Videospiele: Sega vor der Übernahme? - DER SPIEGEL
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Videospiele Sega vor der Übernahme?

Der japanische Computerspiele-Hersteller Nintendo will offenbar seinen kleineren Konkurrenten Sega übernehmen. Für Sega könnte dies die letzte Chance bedeuten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wie die "New York Times" aus Kreisen der Geschäftsführung erfahren haben will, ist ein Preis von rund zwei Milliarden Dollar im Gespräch. Die Einzelheiten der Übernahme seien allerdings noch nicht ausgehandelt. Es sei auch nicht ausgeschlossen, berichtet das Blatt weiter, dass die Verhandlungen noch scheiterten.

Offiziell wollte keine der beiden Seiten das Informationen der "New York Times" bestätigen. Munehiro Umemura, ein Sprecher von Sega bestritt, dass es überhaupt Verhandlungen gebe. Die Idee einer Übernahme sei absurd. Ein Sprecher von Nintendo erklärte nur, in der Branche gebe es ständig die verschiedensten Gerüchte.

Indes hat Isao Okawa wohl schon häufiger versucht, Sega zu verkaufen. Der Sega-Chef war sogar schon mit Microsoft im Gespräch, die mit ihrer XBox genannten Spielekonsole auf den Videospielemarkt Fuß fassen wollen.

Sega dagegen ist schon seit einiger Zeit in einer prekären Situation, weil sich die Dreamcast-Spielekonsole bei weitem nicht so gut verkauft, wie erhofft. Analysten erwarten, dass der Videospiel-Programmierer aus diesem Grund in diesem Geschäftsjahr Verluste machen wird. Im letzten Jahr verlor das Unternehmen bereits 357,4 Millionen Dollar.

Dass sich an dieser Situation viel ändern wird, ist kaum zu erwarten. Zu stark ist die Konkurrenz durch den Marktführer Sony, der mit einer Playstation 2 inzwischen mehr als zwei Drittel des US-Marktes beherrscht.