Virgin Mobile: Branson beendet Kooperation mit T-Mobile - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Virgin Mobile Branson beendet Kooperation mit T-Mobile

Der Mobilfunkanbieter T-Mobile will einem Zeitungsbericht zufolge seinen Anteil an der britischen Virgin Mobile verkaufen. Auch ein seit längerem schwelender Konflikt wegen der Marketingkosten für das Joint Venture sei beigelegt worden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Beide Seiten strebten an, dass Virgin den 50-Prozent-Anteil von T-Mobile an Virgin Mobile übernehme, berichtet die "Financial Times Deutschland". Die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom   solle aber weiter das Funknetz für den fünftgrößten britischen Anbieter stellen.

Der Wert des T-Mobile-Anteils liege zwischen 250 und 500 Millionen britischen Pfund. "Dass T-Mobile zum reinen Netzwerkpartner wird, ist eine Möglichkeit", sagte ein T-Mobile-Sprecher der Zeitung. Man arbeite an einer neuen Geschäftsbasis, bei der man mit Virgin verbunden bleibe. Beide Unternehmen verhandeln intensiv. Virgin-Chef Richard Branson sagte der "FTD" zufolge, Virgin Mobile könnte im kommenden Jahr an die Börse gehen. Virgin werde vermutlich zuvor den Anteil von T-Mobile an Virgin Mobile übernehmen.

Der Streit zwischen den Partnern drehte sich um die Aufteilung der Marketingkosten für die gemeinsame Tochter. Virgin Mobile hat nur Prepaid-Kunden. T-Mobile trat dafür ein, Kunden, die nicht telefonieren, schon nach drei Monaten auszubuchen. Bransons wollte für inaktive Kunden hingegen ein halbes Jahr lang einen Marketingzuschuss von T-Mobile kassieren. Der Chef von T-Mobile UK, Harris Jones, startete im Sommer 2002 deshalb eine Klage gegen den Partner Virgin.