Vivendi Der Mischkonzern
Paris - Der französische Konzern Vivendi ist bei einem Umsatz von rund 62,1 Milliarden Mark und 2,2 Milliarden Mark Reingewinn Frankreichs größter privater Arbeitgeber des Landes mit 67.000 Beschäftigten und weltweiten Aktivitäten in 100 Ländern.
Der Konzern in seiner heutigen Form ist im Mai 1998 aus der Fusion des Medienkonzerns Havas mit dem traditionsreichen Wasserversorgungsunternehmen Compagnie Generale des Eaux (CGE) hervorgegangen. Zu Beginn der 60er Jahre kamen die Abfallbeseitigung und der Immobilienbereich bei CGE hinzu, 1983 folgte der Medienbereich durch eine Beteiligung am Pay-TV-Sender Canal Plus, später ein Telefonnetz.
In den vergangenen Monaten hat Vivendi seinen Telekommunikationssektor mit dem Ziel verstärkt, das Top-Multimedia-Unternehmen in Europa zu werden. Jüngster Schritt auf diesem Weg war die Gründung der Internet-Dienstleistungsfirma V.Net, gemeinsam mit dem Fernsehsender Canal Plus, an dem Vivendi 49 Prozent hält.
Vivendi mit 44 Prozent und Mannesmann (15) sind Joint-Venture-Partner bei Cegetel, Frankreichs zweitgrößter Telefongesellschaft. Bei der britischen TV-Gesellschaft BSkyB hält Vivendi Anteile in Höhe von 24,5 Prozent. Im Mobilfunkbereich von Cegetel besitzt der größte britische Telefonanbieter, Vodafone AirTouch, 20 Prozent.