Vivendi: Fourtou kämpft mit leeren Kassen - DER SPIEGEL
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Vivendi Fourtou kämpft mit leeren Kassen

Die Finanzlage des französischen Medienkonzerns Vivendi ist offenbar dramatischer als bisher bekannt. Der neue Chef des Medienkonzerns Vivendi Universal, Jean-René Fourtou, räumte nach seiner Ernennung eine Liquiditätskrise ein.
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Paris - "Man muss erkennen, dass die Kassenlage angespannt ist", sagte Fourtou am Mittwoch in Paris nach der Sondersitzung des Verwaltungsrates, der ihn am Abend einstimmig zum Nachfolger des zurückgetretenen Jean-Marie Messier ernannt hatte.

Fourtou, der mit zwei Spezial-Komitees innerhalb von drei Monaten einen ersten Aktionsplan ausarbeiten soll, äußerte sich jedoch überzeugt, rasch Lösungen zu diesem Problem zu finden. Messier hatte nach harten Auseinandersetzungen über seine Firmenkauf-Politik zuletzt das Vertrauen der Großaktionäre aus den USA und auch aus Frankreich verloren. Branchenexperten in Paris erwarteten einen harten Sanierungskurs, um die Schuldenlast des weltweit zweitgrößten Medienkonzerns von insgesamt 35 Milliarden Euro zu drücken. "Wir arbeiten daran, das Vertrauen in unser Unternehmen wiederherzustellen", sagte Fourtou.

Die Herabstufung von Vivendi Universal durch die führenden US-Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's zum Wochenanfang hatten neue Zweifel über die Finanzkraft des Unternehmens aufkommen lassen. Die Liquiditätsprobleme wurden in der vergangenen Woche bekannt, als 12,5 Prozent der Aktien der Wasserversorgungsfiliale Vivendi Environnement bei der Deutschen Bank gegen eine Barzahlung von 1,4 Milliarden Euro hinterlegt wurden.