Vivendi Messiers Allianzen zerbrechen
Paris - Der Chef des Luxuskonzerns Moët Hennessy-Louis Vuitton hatte Messier in den letzten Wochen wiederholt gegen die Angriffe amerikanischer Anleger in Schutz genommen. Der umstrittene Messier könnte nach Informationen der französischen Tageszeitung "Le Parisien" nun zur Aufgabe seines Postens gezwungen werden.
"Der Absturz der Aktie und die Spannungen um Vivendi Universal in den USA haben Arnault zur Aufgabe bewogen", sagte ein Analyst. Der Milliardär werde auch nicht an der Verwaltungsratssitzung am Dienstag in Paris teilnehmen.
Die Aktie des von hohen Schulden belasteten weltweit zweitgrößten Medienkonzerns hatte am Montag an der Börse in Paris 23,31 Prozent verloren und war auf 18,75 Euro abgesackt, was einem Wertverlust von 5,8 Milliarden Euro an einem einzigen Tag entsprach. Grund war der am Montag anlaufende Verkauf der Anteile an der Wassersparte Vivendi Environnement in einem ungünstigen Verkaufsklima. Am Dienstag gegen 11.25 Uhr notierte die Vivendi-Universal-Aktie mit 4,75 Prozent im Plus auf 19,64 Euro.
Vivendi Universal will die Beteiligung am Wassersektor von 63 auf 42 Prozent senken, um auf diese Weise seine Schulden um etwa 1,7 Milliarden Euro abzubauen.