Vivendi Universal Messiers Milliarden-Minus
Die erwarteten neuerlichen Abschreibungen würden von Branchenkennern auf etwa fünf Milliarden Euro geschätzt, berichtete beispielsweise die Wirtschaftszeitung "La Tribune". Die Informanten des "Wall Street Journal" befürchten sogar, dass die Bilanz um bis zu zehn Milliarden Euro korrigiert werden muss.
Die Mediengruppe wollte sich zu den Berichten nicht äußern, wird aber bereits am Mittwoch für mehr Klarheit sorgen, wenn die Quartals- und Halbjahreszahlen veröffentlicht werden. "La Tribune" hatte berichtet, die Abschreibungen resultierten vor allem aus den verringerten Vermögenswerten bei USA Networks, im Internet-Geschäft und beim Telekom-Engagement des Konzerns in Marokko. Das Ergebnis des Konzerns werde dadurch in die roten Zahlen rutschen, erwarteten Marktanalysten in Paris. Die neue Vivendi Führung wolle nach dem Abgang des bisherigen Chefs Jean-Marie Messier "den Zähler für gewisse Beteiligungen auf Null stellen", so der Bericht.
"Die Tatsache, dass wir gestern noch über 1 bis 5 Milliarden Euro geredet haben und heute die Zahl von 10 Millarden Euro kursiert, beunruhigt die Investoren", sagte ein Händler an der Börse in Paris. Zudem gebe es weiterhin Sorgen über den Verschuldungsgrad von Vivendi Universal. Am Markt herrsche das Gefühl, dass dem neue Konzernchef Jean-Rene Fourtou und seinem Team ein "langer harter Kampf" bevorstehe.