Vodafone: Analysten trotz Milliardenverlust zufrieden - DER SPIEGEL
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Vodafone Analysten trotz Milliardenverlust zufrieden

Steigende Umsätze, ein wachsender Kundenstamm: Die Halbjahreszahlen des britischen Telekommunikationskonzerns Vodafone könnten sich sehen lassen. Wären da nicht die hohen Abschreibungen, die im ersten Halbjahr für einen Verlust von 13,5 Milliarden Euro sorgen.
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London - Der enorm hohe Fehlbetrag sei vor allem auf Abschreibungen für die ehemalige Mannesmann-Tochter Arcor zurückzuführen, so Vodafone  . Trotzdem waren die Analysten in der Londoner City begeistert. Konzernchef Christopher Gent hat im ersten Halbjahr den Gewinn pro Aktie um 63 Prozent steigern können. Gent bezeichnete das Wachstum als "besser, als wir erwartet haben".

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stieg den Angaben zufolge im Berichtszeitraum um 46 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Die Zahl seiner Kunden steigerte Vodafone von Ende März bis Ende September um 15 Prozent auf 95,6 Millionen.

Zu hohe Abhängigkeit vom Roaming?

Analysten hatten in den vergangenen Wochen kritisiert, dass Vodafone sich zu stark auf die Erträge aus dem so genannten Roaming verlasse. Beim Roaming verdienen Telefongesellschaften an Handynutzern, die während eines Auslandsaufenthalts die Netze lokaler Telefongesellschaften benutzen. Vodafone verfügt über ein viele Länder umspannendes Mobilfunknetz und kann für den Roamingservice in der Regel hohe Gebühren kassieren.

Den Anteil der Roaming-Gebühren am Vodafone-Gesamtumsatz schätzen Analysten auf zehn bis elf Prozent, den Anteil am Gewinn halten sie sogar für deutlich höher. Marktbeobachter glauben, dass der Rückgang im Flugverkehr diese Erträge schmälern könnte. Vorstandschef Chris Gent sagte jedoch, dass die Roaming-Erlöse nur sechs bis sieben Prozent vom Gesamtumsatz ausmachten. Der Rückgang betrage bei diesem Umsatzposten weniger als 0,5 Prozent.