Vodafone Gent verabschiedet sich mit Milliardenverlust
London - Vodafones Nettoverlust lag bei 9,82 Milliarden Pfund. In dem Verlust sind hohe Abschreibungen auf gesunkenes Anlagevermögen des Konzerns (Goodwill) enthalten. An der Börse wurden die Zahlen des Mobilfunkers dennoch als Erfolg gewertet, weil es den Briten im Gegensatz zu vielen Konkurrenten gelungen ist, den Umsatz zu steigern: Um 33 Prozent legte dieser zu, auf 30,4 Milliarden Pfund. Auch das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg deutlich auf 11,21 Milliarden Pfund. Ebitda-Zahlen werden vom Unternehmen nach selbst gesetzten Standards errechnet und entsprechen nicht den vorgeschriebenen Bilanzierungsregeln.
CEO Chris Gent wird im Juni 2003 sein Amt an seinen Nachfolger Arum Sarin übergeben. Nach einem Bericht von BBC News wird Gent vorher noch einmal kräftig Kasse machen können: Zusätzlich zu seinem Salär in Höhe von 1,6 Millionen Pfund stehen dem Topmanager Aktienoptionen sowie Bonuszahlungen zu. Wenn Gent bestimmte Vorgaben bezüglich Finanzzielen und Aktienkurs einhält, dürfte er etwa fünf Millionen Pfund erhalten.
Bereits im vergangenen Jahr war Gent wegen seiner Vergütung massiv in die Kritik geraten: Bei einem Nettoverlust von 16,15 Milliarden Pfund in 2001/2002 hatte Gent insgesamt Boni in Höhe von zehn Millionen Pfund erhalten.