Vodafone: Gent wehrt sich gegen Essers Vorwürfe - DER SPIEGEL
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Vodafone Gent wehrt sich gegen Essers Vorwürfe

Vodafone AirTouch hat die Vorhaltungen von Mannesmann-Chef Klaus Esser erwidert, die Briten würden die deutschen Aktionäre des Düsseldorfer Konzerns bewußt "in die Irre" führen. Diese Unterstellungen seien abwegig.
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Frankfurt/Main - Das britische Unternehmen Vodafone AirTouch hat am Wochenende den Vorwurf von Mannesmann zurückgewiesen, deutschen Aktionären Informationen über Risiken bei der geplanten feindlichen Übernahme von Mannesmann vorzuenthalten.

Der Vorstandsvorsitzende der Mannesmann AG (Düsseldorf), Klaus Esser, hatte in Zeitungs-Anzeigen kritisiert, Vodafone weise in englischsprachigen Prospekten auf Risiken für die Aktionäre hin, verschweige diese aber in Deutschland. Esser hatte die Mannesmann-Aktionäre daraufhin aufgefordert, sich nicht "in die Irre" führen zu lassen.

Vodafone entgegnete, die Angebotsphase habe am 23. Dezember 1999 mit der Vorlage der Dokumente für das Umtauschangebot in deutsch und englisch begonnen. Alle weiteren Dokumentationen würden Anfang Januar auch in deutsch verfügbar sein. Dies gelte auch für das Börsenprospekt für die Vodafone-Aktien, die im Zusammenhang mit dem Angebot für Mannesmann ausgegeben werden.

Zu den Vorwürfen von Mannesmann erklärte ein Vodafone-Sprecher: Jede Unterstellung, dass wir den Aktionären von Mannesmann Informationen selektiv vorenthalten, ist angesichts der umfassenden Informationen an die Aktionäre beider Unternehmen (...) völlig abwegig."

Esser hatte in dem Schreiben auch darauf hingewiesen, dass Mannesmann für das Jahr 2000 eine Steigerung des operativen Ergebnisses um 50 Prozent und in den drei Folgejahren jeweils um 30 Prozent erwarte. "Im Gegensatz dazu erwarten wir für ein kombiniertes Unternehmen Mannesmann AirTouch ein Ergebniswachstum, das um gut ein drittel niedriger ausfallen würde", schrieb Esser.