Vodafone-Mannesmann Umtauschfrist nochmals verlängert
London - Die Aktien verloren bis zum Mittag 3,1 Prozent. Hintergrund ist die Unsicherheit, wie der britische Mobilfunkriese künftig im "Financial Times-Stock Exchange 100 Share Index" (FTSE) gewichtet werden soll. FTSE International erwartet eine Bewertung zwischen 13 und 14 Prozent. Eine niedrigere Gewichtung halte besonders institutionelle Anleger davon ab, aggressiv in den Wert einzusteigen, sagten Händler in London.
In den kommenden zwei bis drei Wochen solle über die Neubesetzung des Aufsichtsrats entschieden werden, erklärte Gent. Es sei denkbar, dass nur ein oder zwei Vertreter von Vodafone in den Mannesmann-Aufsichtsrat eintreten würden. Wahrscheinlich sei zudem, dass Joachim Funk sich aus dem Aufsichtsrat zurückziehe. Er habe seine Vorliebe für das Automobilzuliefergeschäft und den Anlagenbau erklärt. Gent erklärte, er gehe davon aus, dass Funk kein Interesse am Telekommunikationsbereich habe.
Unterdessen bereitet Vodafone den Börsengang des Geschäftsbereichs in Australien und Asien vor. Der Schritt könnte 1,88 Milliarden Dollar einbringen und wäre der größte Börsengang an der Australian Stock Exchange in diesem Jahr. Mit dem Geld will das Unternehmen seine Schulden in Höhe von 23 Milliarden Dollar reduzieren.