Vodafone: Minus-Manager Gent sahnt ab - DER SPIEGEL
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Vodafone Minus-Manager Gent sahnt ab

Vodafone-Chef Christopher Gent hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den höchsten Verlust der europäischen Unternehmensgeschichte angehäuft. Trotzdem erhält der Top-Manager für 2002 eine Kompensation in zweistelliger Millionenhöhe.
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London - Gent erhielt für das Geschäftsjahr 2002, das am 31. März zu Ende ging, 3,6 Millionen Dollar an Gehalt und Boni. Im Vergleich mit den Aktienoptionen, die Gent zusätzlich bekommt, ist sein Salär jedoch kaum mehr als ein Zubrot. 8,95 Millionen Aktien stehen dem Briten zu, nach einer Berechnung der Nachrichtenagentur Bloomberg sind Gents Optionen derzeit 12,9 Millionen Dollar wert.

Für die Steigerung des Shareholder-Value dürfte Gent seine Millionenkompensation kaum bekommen haben: Im Juni 2000 war Vodafone an der Börse 306 Milliarden Dollar wert. Inzwischen sind es nur noch 92 Milliarden, der Kurs der Aktie   hat sich im laufenden Jahr halbiert. "Der Vorstand ist gut weggekommen, die Aktionäre hingegen nicht", schimpft Colin Morton vom Finanzdienstleister BWD Rensburg.

Vodafone hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordverlust von 24,1 Milliarden Dollar verbuchen müssen. Kein anderes europäisches Unternehmen hat jemals ein so hohes Minus angehäuft. Ein Grund für den Fehlbetrag waren hohe Abschreibungen, die das Unternehmen vornehmen musste: Viele der Akquisitionen die Vorstandschef Gent in einer beispiellosen Einkaufstour für insgesamt 200 Milliarden Dollar gekauft hatte, sind inzwischen deutlich weniger Wert als während des Booms.