VoiceStream US-Anbieter mit europäischem Standard
Seattle - Die Bilanz des US-Mobilfunkanbieters mit 8200 Beschäftigten sieht nicht schlecht aus: Zum Ende des ersten Quartals 2000 verzeichnete VoiceStream nach eigenen Angaben 2,3 Millionen Kunden. Das waren rund 1,3 Millionen mehr als noch Ende 1999. Diese Steigerung konnte durch eine Fusion mit dem Konkurrenten Omnipoint im Februar erreicht werden. Im Mai folgte noch ein Zusammenschluss mit Aerial. Analysten der Wall Street erwarten, dass VoiceStream Ende diesen Jahres bis zu 3,7 Millionen Handy-Benutzer bedienen wird. 1999 schrieb das Unternehmen allerdings noch einen Verlust von 454 Millionen Dollar bei einem 475 Millionen Dollar Umsatz.
Rund 56 Prozent des Kapitals von VoiceStream befindet sich nach nach dem Zusammenschluss mit Omnipoint in der Hand von ausländischen Investoren. Die größten Aktionäre sind dabei Hutchison Whampoa aus Hongkong und die finnische Sonera.
Günstig für den Einstieg der Telekom könnte der Umstand sein, dass VoiceStream mit dem auch in Europa üblichen Mobilfunkstandard GSM arbeitet. Für diesen Standard ist das 1994 gegründete Unternehmen Marktführer in den USA.