Volkswagen: Abu Dhabi will den Preis drücken - DER SPIEGEL
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Volkswagen Abu Dhabi will den Preis drücken

Der Wüstenstaat Abu Dhabi will für eine geplante Zehn-Prozent-Beteiligung an Volkswagen weniger bezahlen. Grund dafür ist einem Zeitungsbericht zufolge der gesunkene Aktienkurs des Autobauers.
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Frankfurt am Main - Die Regierung von Abu Dhabi habe in derzeit laufenden Nachverhandlungen auf einen niedrigeren Preis gedrungen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) ohne Quellenangabe.

VW   hatte Ende April Pläne bekannt gegeben, das Emirat werde im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens die Flottenmanagement-Aktivitäten der niederländischen Bank ABN Amro übernehmen. Im Zuge dieses Geschäfts soll Abu Dhabi mit bis zu zehn Prozent am Aktienkapital von VW beteiligt werden und dann über einen Stimmrechtsanteil von 13 Prozent verfügen.

Laut "FAZ" hatte das Aktienpaket bei Bekanntgabe der Pläne einen Wert von 1,6 Milliarden Euro. Die Summe habe sich durch den Kursverfall der VW-Aktie inzwischen auf 1,3 Milliarden Euro reduziert. Der VW-Aufsichtsrat wolle Mitte September darüber beraten, zu welchen Konditionen das Geschäft mit Abu Dhabi abgeschlossen werden soll. VW geht früheren Angaben zufolge von einem Einstieg des Emirats bei den Wolfsburgern bis Anfang Oktober aus.

Ein VW-Sprecher sagte gestern Abend zu den Verhandlungen mit Abu Dhabi: "Die Gespräche laufen konstruktiv weiter, und es läuft auf einen Vertragsschluss hinaus." Seinen Worten zufolge gibt es keinen Hinweis darauf, dass sich am Interesse Abu Dhabis an einem langfristigen Engagement etwas geändert hat.