Volkswagen: Brüsseler Monteure sollen länger arbeiten - DER SPIEGEL
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Volkswagen Brüsseler Monteure sollen länger arbeiten

Zunächst schien die Produktion des kleinen Audi A1 im Brüsseler VW-Werk bereits in trockenen Tüchern. Doch jetzt stellt der Konzernvorstand eine wichtige Vorbedingung: Die VW-Monteure sollen einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit zustimmen - ohne Lohnausgleich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Brüssel - Eine "wesentliche Voraussetzung" dafür, dass das Modell von 2009 an in Brüssel produziert werden könne, sei eine Reduktion der Kosten für die Arbeitsstunde, erklärte das Unternehmen gestern Abend in der belgischen Hauptstadt. Dies bedeute, dass die Wochenarbeitszeit von derzeit 35 auf 38 Stunden verlängert werden müsse, ohne dass es dafür einen Lohnausgleich gebe. Volkswagen   hob hervor, dass auch ansonsten in der belgischen Automobilindustrie die 38-Stunden-Woche üblich sei.

VW hatte vor zwei Wochen im Zuge seiner Sparstrategie den Abzug der Golf-Produktion aus Belgien angekündigt, weshalb dort aktuell drei Viertel der rund 5300 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen. Der Golf soll künftig nur noch in den deutschen Werken Wolfsburg und Zwickau gebaut werden. Allerdings stellte der Konzern in der vergangenen Woche in Aussicht, dass ab 2009 der Audi A1 in dem Werk in Brüssel-Vorst gebaut werden könnte. Auf diese Weise könnten bis zu 3000 Menschen an dem Standort beschäftigt werden, hieß es. Allerdings legte sich der Konzern noch nicht endgültig fest, ob der A1 in Brüssel gebaut wird.

In Brüssel demonstrierten am Samstag rund 20.000 Menschen gegen den drohenden Abbau von Arbeitsplätzen in dem Volkswagen-Werk. Die dortigen Beschäftigten befinden sich seit dem 17. November im Streik. Ein Sprecher der Gewerkschaft FGTB schloss am Montag im belgischen Fernsehen eine rasche Rückkehr zur Arbeit aus, da es keine festen Zusagen des Konzerns für den Erhalt von Arbeitsplätzen gebe. Volkswagen beschloss seinerseits, ab Montag die Auszahlung der Gehälter an die Beschäftigten des Werks zu stoppen.

mik/AFP

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