Volkswagen: Geheimverhandlungen beim Kamelrennen - DER SPIEGEL
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Volkswagen Geheimverhandlungen beim Kamelrennen

Nachdem VW-Chef Bernd Pischetsrieder seine Aktionäre mit dem geplanten Einstieg des Emirats Abu Dhabi überrascht hat, werden nun erste Details bekannt. Wie der SPIEGEL herausfand, verfolgt der Konzern in dem Wüstenstaat noch weitere Interessen.
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Der geplante Einstieg des arabischen Emirats als VW-Großaktionär war nicht nur mit dem Land Niedersachsen und dem Ministerpräsidenten Christian Wulff, sondern auch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder abgestimmt.

Beide ermunterten VW-Chef Bernd Pischetsrieder zu dem Deal, bei dem der VW-Konzern   zwischen sechs und zehn Prozent der VW-Aktien an das Emirat abgibt. Diese Aktien werden bisher vom Konzern selbst gehalten. Die Investoren, so Wulff gegenüber dem SPIEGEL, seien an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert und ein stabiler Großaktionär, der den VW-Konzern auch vor feindlichen Übernahmen schützen könne.

Vorbereitet wurde der Coup in größter Geheimhaltung. Pischetsrieder führte seine Gespräche mit Scheich Hamdan Ibn Seid unter anderem bei einem Formel-1-Rennen in Bahrein und einem Kamelrennen im saudi-arabischen Riad. Abu Dhabi will nicht nur Großaktionär bei VW werden, sondern ist auch an weiteren Geschäften mit Volkswagen interessiert. So könnte der Konzern einen Teil der Aluminium-Produktion dort erledigen.

In Abu Dhabi wird Aluminium geschmolzen, dann in Blöcke gegossen und nach Europa transportiert. Hier wird es wieder geschmolzen und zu Autoteilen verarbeitet. Dies könnte bald in einem Schritt in Abu Dhabi geschehen, wenn sich dort neue Zulieferer ansiedeln. VW könnte dann den Absatz der Modelle Phaeton und Touareg in den arabischen Ländern fördern.