Volkswagen Gewinn könnte sich halbieren
Wolfsburg - Der geplante Personalabbau in Brasilien werde zu Sonderaufwendungen in niedriger dreistelliger Millionenhöhe führen, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Diese seien in der bisherigen Ergebnisplanung noch nicht berücksichtigt.
"Gut informierte" Kreise rechneten sogar damit, dass der Gewinn im Gesamtjahr voraussichtlich um mehr als 50 Prozent einbrechen werde, heißt es in dem Bericht. Volkswagen hatte bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen mitgeteilt, dass das Betriebsergebnis 2003 deutlich unter dem Vorjahreswert von knapp 4,8 Milliarden Euro liegen werde. Der Konzern wird am 29. Oktober die Quartalsbilanz vorlegen.
Die Konzerspitze wollte diese Informationen auf Anfrage nicht kommentieren. Personalvorstand Peter Hartz sagt nur, dass die knapp 4000 Mitarbeiter, die in den beiden brasilianischen VW-Werken abgebaut werden sollen, plangemäß zum 1. Oktober in eine Beschäftigungsgesellschaft wechseln.
Der Personalabbau ist erforderlich, weil VW wegen des Markteinbruchs in Südamerika unter hohen Überkapazitäten leidet.