Volkswagen: Großaktionär verkauft Anteile - DER SPIEGEL
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Volkswagen Großaktionär verkauft Anteile

Volkswagen kommt nicht zur Ruhe: Einer Zeitung zufolge verkaufte Großinvestor Brandes jetzt über die Hälfte seiner Anteile an dem Autobauer. Gleichzeitig verdichten sich die Gerüchte, dass Markenchef Wolfgang Bernhard zurücktreten will.
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Hamburg - Die US-Beratungs- und Kapitalanlagegesellschaft Brandes Investment Partners soll jetzt nur noch mit weniger als fünf Prozent an Volkswagen   beteiligt sein, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf gut informierte Kreise. Brandes sei zuvor mit einem Stimmrechtsanteil von 9,4 Prozent der drittgrößte VW-Aktionär nach Porsche (21,3 Prozent) und dem Land Niedersachsen (20,8 Prozent) gewesen.

Wenn ein Aktionär die Beteiligungsschwelle von fünf Prozent unter- oder überschreitet, so muss er dies dem Unternehmen kundtun, das dann wiederum per Zeitungsanzeige die Öffentlichkeit informiert. Eine solche Anzeige habe VW in Sachen Brandes noch nicht veröffentlicht.

Somit hätten die Amerikaner wohl erst jüngst in größerem Umfang VW- Aktien veräußert. Möglicherweise reagierten sie damit auf den von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch initiierten Wechsel an der VW- Vorstandsspitze, der nicht den Regeln für eine gute Unternehmensführung (Corporate Governance) entspricht. Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder hatte vergangene Woche nach einem monatelangen Machtkampf mit Piëch das Handtuch geworfen und für das Jahresende seinen Rückzug von der Konzernspitze angekündigt. Zum Nachfolger an der Spitze von Europas größtem Autobauer soll der Aufsichtsrat am Freitag Audi  -Chef Martin Winterkorn wählen.

Unterdessen gibt es erneut Berichte, dass VW-Markenchef Wolfgang Bernhard ernsthaft über einen Rücktritt nachdenkt. Bereits im Frühjahr solle der Manager mit seinem Rückzug gedroht haben, wenn Winterkorn wie jetzt geplant als neuer Chef von Volkswagen berufen werde, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Ein VW-Sprecher wollte die Informationen der Zeitung zufolge nicht kommentieren. Zuvor hatte schon die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass Bernhard einen Rückzug erwäge.

ase/AFP/dpa-AFX/Reuters

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