Volkswagen: Neue Sparrunde bringt 50 Millionen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Volkswagen Neue Sparrunde bringt 50 Millionen

Volkswagen kommt bei der Senkung der Personalkosten immer weiter voran. Der Konzern einigte sich mit dem Betriebsrat des Stammwerkes Wolfsburg auf ein neues Schichtmodell, das für eine günstigere Auslastung sorgen soll. Der Spareffekt wird 50 Millionen Euro geschätzt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wolfsburg - Neben der besseren Organisation bringt die Einigung aber auch Einsparungen durch indirekten Lohnverzicht. Wie der Konzern heute mitteilte, werden die Einsparungen nicht zuletzt durch den Wegfall von Pausen und Nachtschichtzuschlägen erreicht.

Damit gelingt VW schon die dritte Einigung mit dem Betriebsrat, die zu niedrigeren Personalkosten führen soll. Die Mitarbeitervertreter hatten sich im September dazu bereit erklärt, den geplanten kleinen Geländewagen unter dem Dach des Modells Auto 5000 bauen zu lassen, bei dem die Arbeitskosten 20 Prozent unter dem üblichen VW-Niveau liegen. Die Herstellungskosten pro Auto wurden so um rund 850 Euro gesenkt. Der Konzern hatte gedroht, den Wagen ansonsten in Portugal bauen zu lassen.

Kurz danach einigte sich die VW-Führung mit der Belegschaft darauf, im Werk Emden ab 2008 ein neues Modell der oberen Mittelklasse zu bauen. Dadurch sollen 1000 der insgesamt rund 9600 Arbeitsplätze dort abgesichert werden. Laut VW können durch die Regelungen Einsparungen von jährlich rund 80 Millionen Euro erzielt werden, weil Pausen wegfallen und die Schichten kostengünstiger verteilt werden.

Die drei Einigungen bringen Beiträge zur Senkung der Kosten um insgesamt sieben Milliarden Euro bis 2008, wie VW es plant. Der Konzern will auch über Vorruhestand und Abfindungen mehrere tausend Jobs streichen, vor allem in Wolfsburg. 6300 Vorverträge über Vorruhestand waren schon im Jahr 2003 unterschrieben worden.