Volkswagen: Neues Bußgeld in Millionenhöhe - DER SPIEGEL
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Volkswagen Neues Bußgeld in Millionenhöhe

Die EU-Kommission will nächste Woche wieder ein Millionen-Bußgeld gegen VW verhängen. Grund sind Verstöße gegen die Wettbewerbsregeln.
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Brüssel - Das seit September 1999 laufende Verfahren zum Verkauf von Neuwagen der Passat-Baureihe in Deutschland von 1996 bis 1998 werde damit abgeschlossen, hieß es am Mittwoch in Kreisen der Kommission in Brüssel.

Nach Informationen der Frankfurter "Börsen-Zeitung" soll das Bußgeld zwischen 40 und 60 Millionen Mark betragen. Dazu sei noch keine Entscheidung gefallen, hieß es in Brüssel. Bußgeld-Beschlüsse werden in Brüssel üblicherweise sehr kurzfristig gefällt. Opel-Niederlande hatte im September vergangenen Jahres aus Brüssel einen Bußgeldbescheid von umgerechnet 84 Millionen Mark wegen eines Wettbewerbsverstoßes im Autovertrieb erhalten.

Die EU-Wettbewerbsbehörde hatte VW vorgeworfen, beim Verkauf des Passat erheblichen Druck auf die Händler in Deutschland ausgeübt zu haben, keine Rabatte zu geben. Händler, die Kunden dennoch Abschläge von sieben bis zwölf Prozent einräumten, seien aus Wolfsburg angeschrieben worden, lautete der Vorwurf. Brüssel hatte argumentiert, das Schaffen einer hochpreisigen Zone - wie in diesem Fall Deutschland - baue unzulässige Hürden im europäischen Binnenmarkt auf.

VW musste bereits im letzten Jahr ein Bußgeld in Rekordhöhe von 176 Millionen Mark bezahlen, weil der Konzern systematisch deutsche Kunden am Kauf von preisgünstigen VW-Autos in Italien hinderte.