Volkswagen: Piëch muss um seinen Posten bangen - DER SPIEGEL
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Volkswagen Piëch muss um seinen Posten bangen

Am Montag tagt der Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns. Dann entscheidet sich möglicherweise auch die Zukunft von Chefaufseher Ferdinand Piëch. Einem Zeitungsbericht zufolge hat er wegen des Porsche-Einstiegs bei VW die Mehrheit der Arbeitgeberseite gegen sich.
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Frankfurt am Main - "Piëch kann nicht weiter Aufsichtsratsvorsitzender bleiben", zitierte die "Financial Times" (FT) heute ein Mitglied des VW-Aufsichtsrats. Neben den beiden Vertretern Niedersachsens würden wahrscheinlich fünf der zehn Mitglieder der Kapitalseite gegen Piëch rebellieren, berichtete das Blatt unter Berufung auf ein Mitglied des Aufsichtsrats und eine Person aus dem Umfeld des Gremiums.

In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" gab der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff den Grüchten noch einmal neue Nahrung, dass er zu den Initiatoren des Putschversuchs gehört. Indirekt wies er noch einmal darauf hin, dass auch für Piëch die Regeln der Corporate Governance zu gelten hätten, "was die Vermeidung von Interessenkollisionen anbelangt, was Transparanz anbelangt, was den Auftritt nach außen angeht".

Unklar sei, ob die zehn Vertreter der Arbeitnehmerseite Piëch unterstützen werden, berichtet die "FT". Dem Blatt zufolge befürchten Aufsichtsräte, dass Porsche   de facto die Kontrolle über VW   erhalten würde, wenn Piëch an der Spitze des Rates bleibe. "Dass Porsche ein oder zwei Sitze im Aufsichtsrat erhält, ist eine Sache. Darüber hinaus auch noch den Vorsitz des Aufsichtsrats zu übernehmen ist aber inakzeptabel", zitierte die Zeitung ein Mitglied des Gremiums.

In den vergangenen Tagen war mehrfach in Medien darüber berichtet worden, dass innerhalb des VW-Konzerns Kritik an der Doppelrolle von Piëch bei Volkswagen und Porsche geäußert wird. Da Piëch auch Mitinhaber der Porsche-Holding sei und gleichzeitig bei dem Stuttgarter Konzern im Aufsichtsrat sitze, seien Interessenkonflikte programmiert. Porsche hat inzwischen beinahe 20 Prozent am VW-Konzern übernommen.