Volkswagen: Proteste gegen Rente mit 67 - DER SPIEGEL
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Volkswagen Proteste gegen Rente mit 67

Die Gewerkschaften wehren sich gegen die Absicht der Bundesregierung, das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 heraufzusetzen. Heute protestierten Tausende Volkswagen-Mitarbeiter gegen eine längere Lebensarbeitszeit.
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Wolfsburg - Mehrere zehntausend Volkswagen-Beschäftigte haben heute an sieben Konzernstandorten gegen die Rente mit 67 demonstriert. Allein an der Kundgebung im VW-Stammwerk Wolfsburg nahmen nach Angaben der IG Metall rund 20.000 Arbeitnehmer teil.

Weitere Protestaktionen während der Arbeitszeit habe es an den VW-Standorten in Hannover, Braunschweig, Kassel, in Mosel in Sachsen und an zwei Audi-Standorten in Bayern gegeben, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft.

Der Vorsitzende des VW-Gesamtbetriebsrates, Bernd Osterloh, kritisierte in Wolfsburg die geplante Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre als "Täuschungsmanöver der Politik". "Kein Politiker glaubt ernsthaft daran, dass man mit 66 Jahren noch am Band arbeiten kann", sagte Osterloh. Die Arbeitnehmer würden sich nicht betrügen lassen. "Im Kern geht es um nichts anderes als um eine Rentenkürzung."

Mit der Aktion setze die IG Metall vorerst einen dicken Punkt hinter die Protestreihe gegen die Rente mit 67, sagte der Betriebsratsvorsitzende weiter. "Wenn sich in Berlin nun nichts bewegt, dann kann das nur der Anfang gewesen sein." Bislang arbeite die Bundesregierung nach dem Motto "Augen zu, Ohren zu und durch."

Die Regierungskoalition will das Rentenalter ab 2012 schrittweise bis 2029 auf 67 Jahre anheben, um das Rentensystem finanziell zu stärken. Die Gewerkschaften haben ihre Kampagne gegen diesen Plan vor zwei Wochen gestartet.

kaz/AP/Reuters