Volkswagen Rekordjahr angepeilt
Wolfsburg - Die Geschäftsentwicklung sei nach den Terroranschlägen in den USA nur schwer einzuschätzen, teilte das Unternehmen in seiner Bilanz nach neun Monaten am Dienstag in Wolfsburg mit. Allerdings werde der Absatz leicht über dem des Vorjahres liegen. Der Vorsteuergewinn werde nach dem internationalen IAS-Bilanzstandard den des Jahres 2000 übertreffen. Vor drei Monaten hatte die Konzernführung noch eine Fortsetzung der "insgesamt erfreulichen" Geschäftsentwicklung erwartet.
Der Gewinn vor Steuern stieg in den ersten drei Quartalen 2001 nach der deutschen HGB-Bilanz um 13,6 Prozent auf 2,501 Milliarden Euro. Das Plus sei trotz der ungünstigeren Bewertung eigener Aktien erreicht worden, von denen das Unternehmen zehn Prozent hält. Der Kurs der VW-Aktie lag zum Stichtag deutlich unter den Einkaufskursen. Dementsprechend wurde ein Finanzergebnis von minus 115 Millionen Euro ausgewiesen nach plus 724 Millionen Euro im Vorjahreszeittraum.
Laut Angaben von VW lag der Vorsteuergewinn nach IAS bei 3,721 Milliarden Euro. Der Reingewinn konnte um 27 Prozent auf 1,454 Milliarden Euro nach HGB und 2,357 Milliarden Euro nach IAS gesteigert werden. IAS-Vergleichswerte wurden nicht genannt. Damit betrug die Umsatzrendite vor Steuern nach HGB in den ersten neun Monaten 3,7 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent), nach IAS sogar 5,6 Prozent. Konzernchef Ferdinand Piech plant im Konzern eine Umsatzrendite von 6,5 Prozent. Im gesamten vergangenen Jahr wurden 4,05 Prozent erreicht.
Im Jahr 2000 hatte VW einen Vorsteuergewinn von 4,18 Milliarden Euro erzielt. Nach Rückstellung von 711 Millionen Euro für die Finanzierung der Auswirkungen der Altautorichtlinie blieben 3,47 Milliarden Euro. Der Reingewinn betrug 2,06 Milliarden Euro.