Vorwurf der Bilanzkosmetik: Sixt schaltet Anwälte ein - DER SPIEGEL
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Vorwurf der Bilanzkosmetik Sixt schaltet Anwälte ein

Den Vorwurf, seine Umsätze aufgebläht und Bilanzen manipuliert zu haben, will der Münchner Autovermieter Erich Sixt nicht auf sich sitzen lassen. Er will die Studie notfalls von einem Gericht verbieten lassen.
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Düsseldorf - Bis zwölf Uhr an diesem Donnerstag habe der Fondsmanager Florian Homm Zeit, seine Behauptungen in der Studie des Schweizer Vermögensverwalters United Zurichfinance zurückzunehmen, schreibt das "Handelsblatt" ohne Angabe einer Quelle. Bei Sixt war am Donnerstag vorerst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bei Nichtbeachtung des Ultimatums drohe Sixt dem Fondsmanager nun mit einer Strafanzeige und einer Zivilklage auf Schadenersatz vor dem Landgericht in München, schreibt die Zeitung. Das Unternehmen vermute, dass durch fallende Kurse der Sixt-Aktie Gewinne erzielt werden sollen.

Denn der ehemalige Merrill-Lynch-Analyst Homm stehe nicht nur hinter der United Zurichfinance, sondern manage gleichzeitig auch den im Steuerparadies Cayman Islands beheimateten Hedgefond "Absolute Return Europe". Hedgefonds setzen in der Regel auf fallende Aktienkurse. Dem "Handelsblatt" sagte Homm, dass er die Frist verstreichen lassen werde.

Vernichtende Studie

Homm hatte in seiner Studie für die United Zurichfinance über manipulierte Gewinne des Mietwagen-Unternehmens und vermeintlich unrealistische Umsatzsteigerungen spekuliert. So sollen zum Beispiel Rabatte beim Autokauf auf einen Schlag verbucht worden sein, anstatt sie auf die gesamte Vertragslaufzeit zu verteilen.

Auch in Verbindung mit Leasing-Fahrzeugen vermutet Homm groß angelegte Tricksereien, ohne allerdings Beweise anzuführen. "Die Zahlen sind exzellent, aber wir trauen ihnen nicht", heißt es in seinem Gutachten. United Zurichfinance hatte bereits bei MLP und der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz ähnliche Verkaufsempfehlungen gegeben. Anschließend war der Kurs der Unternehmen stark eingebrochen.

Sixt-Gründer Erich Sixt, der eine ähnliche Auswirkung für sein Unternehmen befürchtet, hat bereits die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingeschaltet. Seinen Gegenspieler Homm beeindruckt das wenig. "Um sehr erfolgreich zu sein", erklärt er, "braucht man Feinde."

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