Vorzeitiges Aus: RWE-Chef Roels geht schon Ende September - DER SPIEGEL
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Vorzeitiges Aus RWE-Chef Roels geht schon Ende September

Jetzt ist es offiziell: Der Vorstandschef des Energieversorgers RWE, Harry Roels, legt sein Amt bereits Ende September nieder. Die Börse reagierte erfreut.
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Essener - Es dürfte ziemlich hart zur Sache gegangen sein bei der heutigen RWE-Aufsichtsratssitzung. Die Aufseher wollten RWE-Chef Harry Roels Zeitungsberichten zufolge möglichst bald loswerden – Roels aber habe sich geweigert. Schon war von einer Kampfabstimmung die Rede. Doch der Streit wurde hinter verschlossenen Türen beigelegt: Offiziell legt Roels sein Amt nun doch freiwillig nieder, schon Ende September, vier Monate vor dem eigentlichen Vertragsende. Nachfolger werde wie geplant Jürgen Großmann, teilte der Aufsichtsrat von RWE nach einer Sitzung in Essen mit.

Roels hatte Deutschlands zweitgrößten Energieversorger in den vergangenen vier Jahren verschlankt und auf das Energiegeschäft konzentriert. Jedoch war das Verhältnis zu den Kommunen, die wichtige Anteilseigner sind, belastet. Auch auf Länder- und Bundesebene hatte Roels Kritikern zufolge zu wenige Kontakte in die Politik.

Sein Nachfolger Großmann dagegen gilt als enger Vertrauter des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff. Großmann ist Inhaber des niedersächsischen Stahlwerks Georgsmarienhütte, das er fast bankrott übernahm und in einen florierenden Konzern umbaute. Die Börse reagierte sofort auf die heutige Personalie. Entgegen dem negativen Trend drehten die RWE-Aktien heute ins Plus.

ase/Ap/dpa

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