Vulkan-Prozess: Ex-Manager wegen Untreue verurteilt - DER SPIEGEL
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Vulkan-Prozess Ex-Manager wegen Untreue verurteilt

Einer der größten und langwierigsten deutschen Wirtschaftsprozesse ist mit einem Schuldspruch zu Ende gegangen. Der Ex-Chef des Schiffbauers Bremer Vulkan und zwei Vorstandskollegen sind wegen Veruntreuung von 850 Millionen Mark staatlicher Subventionen verurteilt worden.
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Bremen - Jeweils zwei Jahre Haft auf Bewährung - so lautet das Urteil des Bremer Landgerichts. Nach mehr als 100 Verhandlungstagen war für die Richter klar: Der frühere Vulkan-Chef Friedrich Hennemann und zwei seiner Vorstandskollegen haben die Millionen staatlicher Aufbauhilfen zweckentfremdet, die für ostdeutsche Werften bestimmt waren.

Die Staatsanwaltschaft hatte für Hennemann und die beiden ehemaligen Vorstände Günter Smidt und Johannes Schnüttgen deutlich höhere Haftstrafen zwischen drei und vier Jahren gefordert, so dass keine Bewährung möglich gewesen wäre. Die Verteidigung kündigte inzwischen an, vor den Bundesgerichtshof ziehen zu wollen. Auch der vorsitzende Richter rechnet mit einer Revision: "Ich hoffe nur, dass der BGH eine abschließende Beurteilung fällt und es nicht zu einer erneuten Verhandlung kommt."

Widerrechtlich Finanzlöcher gestopft

Der Vulkan-Konzern hatte für die Übernahme der ehemaligen DDR-Werften in Wismar und Stralsund rund 1,3 Milliarden Mark EU-Subventionen erhalten. Die Vulkan-Führung verwendete jedoch den größten Teil des Geldes zum Stopfen von Finanzlöchern im Gesamtkonzern. Das Geld ging dann mit der Pleite der Bremer Vulkan-Verbund AG (BVV) im Jahr 1996 verloren.

Die Verteidiger hatten Freispruch gefordert, weil aus ihrer Sicht in den Kaufverträgen nicht festgelegt worden war, für welche Zwecke die Subventionen verwendet werden sollten.