VW-Affäre: Ex-Manager Gebauer unterliegt vor Gericht - DER SPIEGEL
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VW-Affäre Ex-Manager Gebauer unterliegt vor Gericht

Der im Juni gefeuerte VW-Manager Klaus-Joachim Gebauer ist mit dem Versuch gescheitert, vor Gericht eine Abfindung einzuklagen. Gebauer ist eine der Schlüsselfiguren im Skandal um Tarnfirmen und Lustreisen - er beschaffte Prostituierte für Betriebsräte und Manager.
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Braunschweig - Das Arbeitsgericht Braunschweig erklärte die fristlose Kündigung Gebauers durch VW für rechtens. Er wollte vor Gericht eine ordentliche Kündigung samt Abfindung für 32 Jahre bei Volkswagen erreichen. Gebauer wurde vor Gericht vom Anwalt und FDP-Politiker Wolfgang Kubicki vertreten, der ankündigte, in Berufung zu gehen.

Arbeitsrichter Ralf Zimmermann sagte, Gebauer habe die doppelte Abrechnung von Reisen und die Rücküberweisung einer Firma aus einer von VW bezahlten Rechnung auf ein auch privat genutztes Konto nicht erklären können. Die eigenen Gegenansprüche gegenüber VW, die durch die Vorgänge seiner Darstellung nach beglichen werden sollten, habe Gebauer nicht schlüssig dargelegt.

VW: Er hat private Reisen abgerechnet

VW-Chefjurist Michael Ganninger hatte vor Beginn der Verhandlung dazu gesagt, es sei unbestritten, dass Gebauer Privatreisen über VW abgerechnet habe. Gebauer hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Kubicki hatte sich auf die angeblich nicht ordnungsgemäß erfolgte Anhörung des Betriebsrates vor Aussprechen der Kündigung berufen. Ein gesetzlich vorgeschriebener Gütetermin von Gebauer und VW war im August gescheitert.

Unabhängig von diesem Verfahren ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Gebauer und weitere neun Beschuldigte wegen Verdachts auf Betrug, Untreue oder Beihilfe zur Untreue. Darunter ist auch der ehemalige VW-Personalvorstand Peter Hartz.