VW-Affäre Prostituierte als Zeuginnen geladen
Braunschweig - Das Landgericht Braunschweig ließ heute die Anklage der Staatsanwaltschaft zu und setzte den 14. Juni als ersten Prozesstag an. Zum ersten Mal in der juristischen Aufarbeitung der VW-Affäre hat das Gericht auch sechs Prostituierte als Zeuginnen geladen. Uhl muss sich laut Gerichtsmitteilung wegen Beihilfe zur Untreue in zwei Fällen und wegen falschen eidesstattlichen Versicherungen in fünf Fällen verantworten. Er war früher Geschäftsführer des Konzernbetriebsrats bei Volkswagen .
Uhl ist der zweite Angeklagte in der Affäre, gegen den das Verfahren zugelassen wurde. Der frühere VW-Personalvorstand Peter Hartz wurde bereits im Januar wegen Untreue und Begünstigung eines Betriebsrates zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und 576.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Er soll nun als Zeuge gegen Uhl aussagen.
In der VW-Affäre geht es um illegale Millionenzahlungen, mit denen sich der Personalvorstand das Wohlwollen der Arbeitnehmervertreter erkaufen wollte. Auch Reisen zu Prostituierten nach Brasilien wurden auf Kosten des Konzerns veranstaltet.
wal/AP