VW-Affäre: Staatsanwaltschaft klagt Hartz an - DER SPIEGEL
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VW-Affäre Staatsanwaltschaft klagt Hartz an

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Anklage wegen Untreue gegen den früheren VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz erhoben. Hartz soll im Zuge der VW-Affäre unter anderem jährlich sechsstellige Summen als Bonuszahlungen an Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert genehmigt haben.
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Braunschweig - Die Anklage der Braunschweiger Staatsanwaltschaft umfasst aber nicht allein den Tatbestand der schweren Untreue nach Paragraf 266. Dem früheren Personalvorstand des Autobauers werden zudem Verstöße gegen das Betriebsverfassungsgesetz und das Europäische Betriebsrätegesetz vorgeworfen.

Der Anklage zufolge soll der ehemalige Personalvorstand über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 2,5 Millionen Euro veruntreut haben. Diese Summe ergibt sich vor allem aus Sonderbonuszahlungen, die er an den früheren VW-Betriebsratsvorsitzenden Klaus Volkert ausschütten ließ.

Der gleiche Vorwurf wird gegen Hartz erhoben, weil er der Geliebten des Betriebsratschefs insgesamt 399 000 Euro überweisen ließ, obwohl kein schriftlicher Vertrag mit ihr vorlag. Dies erhöhe die Schadenssumme weiter ebenso wie Ausgaben für Privatflüge der Geliebten zu dem Treffen mit Volkert.

Hartz hatte im Oktober eine "strafrechtliche Verantwortlichkeit" für Begünstigungen Volkerts eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin bestätigt, dass die Ermittlungen zügiger als gedacht beendet werden könnten. Die Aussage könnte sich strafmildernd auswirken - Juristen halten eine Bewährungsstrafe für möglich.

mik/dpa