VW-Affäre: Uhl tritt aus der SPD aus - DER SPIEGEL
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VW-Affäre Uhl tritt aus der SPD aus

Mandat weg, Parteibuch auch: Der in der VW-Affäre angeklagte ehemalige Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl ist aus der SPD ausgetreten. Nach fast 40 Jahren Parteimitgliedschaft kam er damit einem Rauswurf zuvor.
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Hannover - Uhl habe seine Partei in einem Brief um Verzeihung gebeten und am Sonntag sein Parteibuch zurückgegeben, sagte eine Sprecherin der niedersächsischen SPD heute in Hannover. Ihm sei klar, "dass ich meine Partei nicht weiter durch mein Fehlverhalten belasten kann", heißt es in dem Schreiben. Uhl hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, über seine Verwicklung in die VW-Affäre um Vergnügungsreisen für Volkswagen-Betriebsräte gelogen zu haben. Daraufhin hatte er auch sein Bundestagsmandat niedergelegt.

Der Vorsitzende des niedersächsischen SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Jüttner, begrüßte Uhls Parteiaustritt. "Herr Uhl hat der SPD Schaden zugefügt und unser Vertrauen missbraucht", sagte Jüttner. Von daher sei der Austritt konsequent. Uhl war seit 1969 SPD-Mitglied, jetzt drohte ihm allerdings der Ausschluss aus der Partei. Gleichzeitig mit seinem Rückzug aus der Partei trat Uhl auch aus der IG Metall aus.

Der frühere VW-Betriebsrat Uhl muss sich vor dem Amtsgericht Wolfsburg verantworten. Ihm werden eine uneidliche Falschaussage in fünf Fällen sowie Beihilfe zu Untreue in zwei Fällen vorgeworfen. Uhl hat bereits eingeräumt, in der Affäre um so genannte Lustreisen und Bordellbesuche auf VW-Kosten nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Uhl gehörte von 1990 bis 2006 dem Betriebsrat des VW-Konzerns an, der Autohersteller hatte ihn in der vergangenen Woche vom Dienst freigestellt. Der Prozess gegen Uhl beginnt am 14. Juni vor dem Landgericht Wolfsburg.

sam/AP/ddp/APD/Reuters

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