VW-Einstieg: Porsche beansprucht drei Aufsichtsratsmandate - DER SPIEGEL
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VW-Einstieg Porsche beansprucht drei Aufsichtsratsmandate

Nach einem Einstieg bei Volkswagen will die Sportwagenschmiede Porsche ihren Einfluss bei Europas größtem Autobauer ausweiten. Laut einem Pressebericht fordern die Zuffenhausener drei Aufsichtsratssitze bei VW.
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Hamburg - Wenn Niedersachsen mit 18,2 Prozent der Aktien zwei Mandate hat, dann stünden Porsche als größerem Anteilseigner drei Mandate zu, sagte ein Porsche-Manager der "Financial Times Deutschland". Porsche hatte am Wochenende erklärt, eine Beteiligung von 20 Prozent anzustreben.

Porsche-Aktionär und VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech zähle dabei nicht als Porsche-Vertreter dazu, weil er sein Mandat als ehemaliger VW-Chef ausübe, sagte der Manager. Piech besitzt 13 Prozent der Porsche-Stammaktien und ist auch im Aufsichtsrat des Stuttgarter Sportwagenherstellers vertreten.

"Wir werden diese Fragen aber einvernehmlich mit VW lösen, nicht gegen VW", hieß es weiter. Einen Streit um diese Frage wolle Porsche auf jeden Fall vermeiden. Der VW-Aufsichtsrat hat 20 Mitglieder, von denen 10 von der Kapitalseite benannt werden. Piech besitzt als Aufsichtsratschef ein Doppelstimmrecht.

Nach Informationen aus Porsche-Kreisen strebt unter anderem Vorstandschef Wendelin Wiedeking ein Aufsichtsratsmandat an. Gemeinsam mit Piech wären dann vier VW-Aufsichtsräte aus dem Porsche-Umfeld in dem Gremium.