VW-Einstieg: Porsche verliert eine Milliarde an Börsenwert - DER SPIEGEL
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VW-Einstieg Porsche verliert eine Milliarde an Börsenwert

Der geplante Einstieg bei Volkswagen hat die Aktie von Porsche auf eine rasante Talfahrt geschickt: Der Kurs sank über zehn Prozent. Banken zweifeln an den Vorzügen der Übernahme für den Sportwagenhersteller.
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Stuttgart/ Wolfsburg - Die Papiere sanken bis Börsenschluss um 10,4 Prozent auf 607,42 Euro. Der Marktwert des Unternehmens betrug nach Handelsschluss 10,7 Millliarden Euro. Vergangenen Freitag war Porsche noch 11,7 Milliarden Euro wert, der Kurs der Stammaktie hatte bei 670 Euro gelegen. "Wir waren von diesem Einbruch nicht überrascht", sagte ein Unternehmenssprecher.

Mit dem Einstieg solle VW vor einer feindlichen Übernahme geschützt und eine fruchtbare Partnerschaft langfristig gesichert werden, hatte Porsche am Sonntag mitgeteilt. Derzeit schützt das so genannte VW-Gesetz den Wolfsburger Autobauer vor einer feindlichen Übernahme. Die EU-Kommission klagt jedoch gegen das Gesetz.

Führende Banken zweifelten jedoch an den von Porsche genannten strategischen Vorzügen einer Partnerschaft mit Europas größtem Autokonzern. Analysten kritisierten vor allem, dass Porsche für den Einstieg fast alle Rücklagen auf einen Schlag aufbrauchen werde. Für die Aktionäre sei damit mittelfristig der Traum einer Sonderdividende oder eines Aktienrückkaufprogramms ausgeträumt.

Für VW birgt die Übernahme nach Analystenmeinung dagegen große Chancen. Und auch Niedersachsens Ministerpräsident Wulff, der auch Aufsichtsrat bei VW ist, freut sich: Der Einstieg von Porsche stütze den "notwendigen Reformkurs" bei VW. "Letztlich bedeutet der Einstieg, dass wir mit einen großen befreundeten Aktionär über strategische Ziele reden können, gegenüber anonymen ausländischen Finanzinvestoren, deren Absichten wir nicht kennen."