VW Gerüchte um teure Luxusmarken
Wolfsburg - Einem Bericht des "Stern" zufolge muss VW die Gewinnerwartung für das laufende Jahr um 1,9 Milliarden Mark zurückschrauben. Das Hamburger Blatt bezieht sich auf eine Klausurtagung im Februar, auf der VW-Chef Ferdinand Piëch "von den VW-Tochterfirmen Audi, Seat und Skoda höhere Gewinnbeiträge gefordert" habe. VW erklärte dazu in Wolfsburg, so ein Treffen habe gar nicht stattgefunden und der Bericht sei "blanker Unsinn".
VW hatte vor wenigen Tagen im Bericht über das erste Quartal eine Gewinnsteigerung um 36,3 Prozent auf 484 Millionen Mark gemeldet.
Nach Angaben des "Stern" hat VW Probleme mit dem Luxussegment. So sei das geplante Nobelfahrzeug mit dem Arbeitsnamen D1 bei einem Test von möglichen Kunden schlecht beurteilt worden. Außerdem habe VW die Pläne bei Bugatti zurückfahren müssen. Der Konzern habe im letzten Jahr das Entwicklungsbudget um 600 Millionen Mark überzogen, schreibt der "Stern".
In Frankfurt wurde diese Nachricht mit Kursabschlägen der VW-Aktie quittiert. Sie verlor bis zum Mittag rund zweieinhalb Prozent ihres Wertes.