VW-Pläne: Gerüchte um Audi-Verkauf - DER SPIEGEL
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VW-Pläne Gerüchte um Audi-Verkauf

Um sich vor einer feindlichen Übernahme zu schützen, erwägt VW-Chef Ferdinand Piëch offenbar den teilweisen Verkauf der bayerischen Tochter Audi und der eigenen Finanzdienstleister.
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Wolfsburg - "Ich sehe es als meine Aufgabe an, vor meinem Ausscheiden noch dafür zu sorgen, dass - mit oder ohne VW-Gesetz - niemand den Konzern schlucken kann, ohne daran zu ersticken", sagte Piëch der "Wirtschaftswoche".

Unter anderem wird laut Piëch daran gedacht, die bayerische Tochter Audi sowie den Finanzdienstleister samt Versicherung und VW-Bank abzuspalten und nach dem Vorbild der Siemens-Tochter Infineon an die Börse zu bringen. Volkswagen hat den Bericht bereits zurückgewiesen. Ein solches Vorhaben sei nicht durch den Wortlaut des Interviews gedeckt, hieß es in einer Mitteilung.

Zuvor sollen alle Luxusmarken des Konzerns - Lamborghini, Bentley und Bugatti - unter dem Dach von Audi zusammengeführt und nach dem Muster der Premier Automotive Group der Ford Motor Company eine separate Gruppe innerhalb des Konzerns bilden, so Piëch gegenüber der "Wirtschaftswoche: "Langfristig würde ich keinem empfehlen, sich mehr als vier Marken aufzuhalsen. Acht Marken kann man nicht mehr hinreichend übersehen - da passieren zu viele kleine Unfälle bei den Kosten".

Eine klare Absage erteilt Piëch laut "Wirtschaftswoche" den Plänen der VW-Tochter Audi zum Neubau eines Werkes: "Solange es ein unausgelastetes Konzernwerk gibt, das Audi voll übernehmen könnte, gibt es dafür keine Notwendigkeit." Einen Einstieg in die Formel 1 schloss der VW-Chef zumindest für seine Amtszeit aus. Piëch wird nach derzeitiger Planung im April kommenden Jahres, einen Tag vor seinem 65. Geburtstag, sein Amt als Vorstandsvorsitzender des VW-Konzerns zur Verfügung stellen.