VW-Schmiergeldaffäre: Pischetsrieder schaltet externe Buchprüfer ein - DER SPIEGEL
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VW-Schmiergeldaffäre Pischetsrieder schaltet externe Buchprüfer ein

In der Schmiergeldaffäre bei Volkswagen hat Konzernchef Bernd Pischetsrieder externe Wirtschaftsprüfer mit der Aufklärung betreut. Über das genaue Ausmaß der Unregelmäßigkeiten herrscht weiterhin Unklarheit.
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Braunschweig/Wolfsburg- "Wir haben die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG kontaktiert und beabsichtigen, sie damit zu beauftragen, alle Vorgänge unabhängig zu überprüfen", sagte Pischetsrieder heute in Wolfsburg. Er hatte zuvor eine "lückenlose Aufklärung" angekündigt.

Das Ausmaß der Affäre um Betrug und Korruption beim Autokonzern Volkswagen ist weiterhin unklar. Im Zentrum der Ermittlungen stehen der ehemalige Skoda-Personalchef Helmuth Schuster und einer seiner Ex-Mitarbeiter. Konzernbetriebsratschef Klaus Volkert war im Zusammenhang mit der Affäre am Donnerstag überraschend zurückgetreten. Die interne Revision von VW prüft laut SPIEGEL-Informationen Vorwürfe, nach denen Volkert mit Schuster an einem Unternehmen beteiligt sein soll, das sich um einen Auftrag von Skoda in Prag beworben hatte.

Neben der derzeitigen Hauptfigur Schuster ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig auch gegen seine früheren Mitarbeiter. Gegen beide bestehe der Verdacht auf Untreue und Betrug, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft heute. Der Autobauer hatte zwei Strafanzeigen gestellt.

Zahlungen auf Privatkonten?

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte weiter, es gebe Anhaltspunkte dafür, dass Gelder, die VW beziehungsweise der tschechischen VW-Tochter Skoda zugestanden hätten, auf Privatkonten gelandet seien. Der neben Schuster angezeigte Mann war früher Mitglied der VW-Personalabteilung, die in den neunziger Jahren von Schuster geleitet wurde. Schuster soll unter anderem Schmiergelder von Zulieferfirmen verlangt haben. Er musste seinen Posten bei Skoda Mitte Juni räumen.

VW habe für Anfang der kommenden Woche schriftliche Unterlagen über die internen Ermittlungen in Aussicht gestellt, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Volkert hatte zu seinem Rücktritt erklärt, dies sei "in Kenntnis der zu erwartenden öffentlichen Diskussion um scheinbare Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit seiner Person" erfolgt. Er habe sich keiner kriminellen Handlung schuldig gemacht.

Unterdessen hat VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech erneut Gerüchte um einen Rücktritt von Personalvorstand Peter Hartz zurückgewiesen. "Der Aufsichtsrat hat und wird Herrn Dr. Hartz keinen Aufhebungsvertrag anbieten", sagte Piech der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er habe keine Gespräche dieser Art mit irgendjemanden geführt. "Es wurde auch kein derartiger Antrag an mich herangetragen. Herr Dr. Hartz bleibt Personalvorstand von Volkswagen", sagte Piech.