VW: Stammmarke fällt zurück - DER SPIEGEL
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VW Stammmarke fällt zurück

Die Halbjahreszahlen des VW-Konzerns haben bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen von Analysten übertroffen. Der Neuwagenverkauf im Inland war allerdings rückläufig, bei der Marke VW waren die Steigerungen geringer als bei allen anderen Marken des Konzerns.
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Wolfsburg - Der Autohersteller Volkswagen hat im ersten Halbjahr 2000 Umsatz und Ergebnis gesteigert und seine Erwartung bekräftigt, auch im Gesamtjahr deutlich mehr Gewinn zu machen. In den ersten sechs Monaten habe der VW-Konzern sein Ergebnis vor Steuern um 15,5 Prozent auf 2,546 Milliarden Mark gesteigert, teilte das Wolfsburger Unternehmen am Freitag mit. Das Ergebnis nach Steuern sei um 48,4 Prozent auf 1,254 Milliarden Mark. Der Konzernumsatz sei vor allem durch die starke Auslandsnachfrage um zwölf Prozent auf 83,3 Milliarden Mark gewachsen.

Weltweit legten alle Marken zu, am schwächsten allerdings die Stammmarke VW mit lediglich 1,3 Prozent auf knapp 1,6 Millionen Fahrzeuge. Dagegen stiegen Seat um 10,3 Prozent auf 278 000, Audi um 7,6 Prozent auf 345 000, Skoda um 5,5 Prozent auf 210.000 und VW Nutzfahrzeuge um 5,3 Prozent auf knapp 162 000 Fahrzeuge.

Für das Gesamtjahr rechnet VW mit einem deutlichen Gewinnwachstum. Voraussetzung dafür seien anhaltend stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Im Geschäftsjahr 1999 hatte der Wolfsburger Konzern einen Gewinnrückgang um gut ein Viertel auf 1,6 Milliarden Mark verbucht, der auf die Absatzkrise in Südamerika und hohe einmalige Steuerlasten zurückgeführt wurde.

Für das erste Halbjahr 2000 hatten Analysten mit einer Steigerung des Überschusses auf etwa eine Milliarde Mark gerechnet. Auch beim Umsatz übertraf Volkswagen die Erwartungen von Analysten, die bis zu 82 Milliarden Mark prognostiziert hatten.

Bis Ende Juni lieferte VW den Angaben zufolge 2,59 Millionen Fahrzeuge aus, was einem Rekordwert und einer Steigerung von 3,6 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 1999 entspricht. In Deutschland habe der weiterhin rückläufige Pkw-Markt zu einem Verkaufsrückgang um gut elf Prozent auf rund 543.000 ausgelieferte Fahrzeuge geführt. Vor allem ein Auslieferungs-Plus von 27,8 Prozent in Nordamerika habe den rückläufigen Absatz im Inland ausgleichen können. Negativ habe sich der Rückgang im Inland vor allem deshalb ausgewirkt, weil der deutsche Markt traditionell ein starkes Ergebnispotenzial habe.