VW-Töchter: Audi-Chef droht Seat mit Jobabbau - DER SPIEGEL
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VW-Töchter Audi-Chef droht Seat mit Jobabbau

Der Autobauer Seat gerät innerhalb des Volkswagen-Konzerns immer mehr in die Kritik. Nun droht Audi-Chef Martin Winterkorn der defizitären Spanien-Tochter Konsequenzen an.
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Berlin - "Die Kosten, die Seat verursacht, sind zu hoch", sagte Winterkorn der Zeitung "Welt am Sonntag" (WamS) laut Vorabbericht. Unter anderem bleibe der vor wenigen Monaten eingeführte Mittelklassewagen Toledo "hinter den Erwartungen zurück". Martin Winterkorn ist im VW-Konzernvorstand für die Audi-Markengruppe verantwortlich, zu der Seat gehört.

"Wir müssen bis Mitte des kommenden Jahres Erfolge sehen", sagte Winterkorn. Vor allem der Vertrieb müsse verbessert werden. "Wenn es nicht gelingt, den Seat-Absatz deutlich zu erhöhen, müssen wir über Konsequenzen nachdenken", sagte der Manager.

Bereits gestern meldete der SPIEGEL, dass Seat bis Mitte 2006 Absatz und Ertrag deutlich steigern muss. Der spanische Autobauer muss beweisen, dass das Unternehmen genügend Finanzmittel erwirtschaftet, um weitere Investitionen in neue Modelle zu rechtfertigen. Gelingt dies nicht, könnte der VW-Konzern die Seat-Fabrik in Martorell für die Fertigung von Modellen anderer Konzernmarken nutzen. Die Marke Seat könnte dann beispielsweise chinesischen Autoherstellern, die auf den europäischen Markt drängen, zum Kauf angeboten werden. Volkswagen hatte derartige Pläne zurückgewiesen.

Winterkorn schloss nun Entlassungen bei den Spaniern nicht mehr aus. Zuletzt wurde über die Streichung von 200 Arbeitsplätzen diskutiert. "Wenn sich die Situation nicht schnell ändert, geht es um ganz andere Größenordnungen", sagte er laut "WamS". Demnach wird ein Abbau von mehr als 1000 Arbeitsplätzen geprüft.

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