VW: Wird Pischetsrieder der neue Piëch? - DER SPIEGEL
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VW Wird Pischetsrieder der neue Piëch?

Offenbar ist die Entscheidung über die Nachfolge von Ferdinand Piëch an der Spitze von VW so gut wie gefallen. Einem Zeitungsbericht zufolge soll der Ex-BMW-Chef Bernd Pischetsrieder das Steuer in Wolfsburg in die Hand nehmen.
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Hamburg - VW-Vorstandschef Ferdinand Piëch wollte eine Favoritenstellung Pischetsrieders nicht bestätigen, dementierte sie in einen Interview mit der "Welt" aber auch nicht. Pischetsrieder habe gewiss die Fähigkeiten, diese Aufgaben zu bewältigen. Es gebe aber immer noch andere Anwärter, sagte Piëch.

Die Entscheidung über seinen Nachfolger werde der Aufsichtsrat fällen, sagte Piëch weiter. Pischetsrieder war zur Jahresmitte in den VW-Vorstand berufen worden und ist seitdem für die Qualitätssicherung im Konzern verantwortlich und zugleich Geschäftsführer der spanischen VW-Tochter Seat. Pischetsrieder war nach dem Debakel der ehemaligen BMW-Tochter Rover in München als Vorstandschef ausgeschieden. Neben dem Bayer gilt VW-Forschungs- und Entwicklungschef Martin Winterkorn, der zusammen mit Pischetsrieder in den Konzernvorstand eingerückt war, als möglicher Piëch-Nachfolger.

In dem Interview äußerte sich Piëch auch zum Absatzrückgang in Deutschland und zum Kurs der VW-Aktie. Die Kaufzurückhaltung sei das Ergebnis der Verunsicherung durch gestiegene Benzinpreise und die Diskussion um mögliche Benachteiligungen beim Autokauf. In Europa entwickele sich das Geschäft besonders gut in Spanien, in den ostdeutschen Länder zurückhaltend.

Piëch zeigte sich zuversichtlich, dass der Kurs der VW-Aktie weiter steigen werde. Der Kursanstieg der letzten Wochen vermittele die Hoffnung dazu. "60 bis 70 Euro wären sicherlich realistischer", sagte der VW-Chef. Am Freitag hatte die Aktie mit 48,40 Euro geschlossen.