Wachwechsel bei Ford
Nach nur 23 Monaten Amtszeit wurde Ford-Chef Robert Anton Lutz, 44, zum Vizepräsidenten des zweitgrößten Autoproduzenten der Welt befördert Seine Erfolgsbilanz: Mit Marketing und Styling hatte er den Marktanteil der vor zwei Jahren angeschlagenen Kölner Fordwerke um etwa 50 Prozent gesteigert. Ein ähnliches Kunststück soll Sportfahrer Lutz jetzt mit Lastwagen vorführen. Ohne sein Büro in Köln und seinen Einfluß auf die weitere Pkw-Entwicklung aufzugeben, soll »der beste Mann, den wir haben« (ein Ford-Direktor) auf dem europäischen Lkw-Markt für größere Ford-Marktanteile sorgen. Lutz wurde mit dem Aufgabenbereich Entwicklung, Herstellung und Vertrieb der Lastkraftwagen für Europa betraut. Der hart umkämpfte Markt der schweren Brummer wird bisher eindeutig von der Daimler-Benz AG beherrscht. Lutzens Nachfolger auf dem Kölner Schleudersitz, auf dem seit 1965 immerhin sieben Manager Platz nahmen, wird Peter Weiher, 39. Wie VW-Chef Toni Schmücker fing auch der neue Ford-Chef einst als Lehrling bei Ford in Köln an.