Wachwechsel: Inderin wird Pepsi-Chefin - DER SPIEGEL
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Wachwechsel Inderin wird Pepsi-Chefin

Der US-Getränkekonzern PepsiCo wird ab Oktober von einer Frau geleitet. Das Unternehmen kündigte an, Finanzchefin Indra Nooyi werde den Posten als Vorstandsvorsitzende übernehmen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Die 50-jährige Managerin Nooyi tritt zum 1. Oktober die Nachfolge von Steve Reinemund an, der im Mai 2007 nach fünf Jahren an der Konzernspitze in den Ruhestand gehen möchte, wie ein Sprecher des Coca-Cola  -Konkurrenten mitteilte. Der 58-Jährige wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Bis zu seinem Ausscheiden soll er als Executive Chairman und Direktor wirken. Seitdem Reinemund das Ruder bei PepsiCo   im Mai 2001 übernommen hat, ist der Konzern kräftig gewachsen, insbesondere durch den 13 Milliarden Dollar schweren Zukauf des Müsliherstellers Quaker Oats. Zum Konzern gehört auch der Sportgetränkeabfüller Gatorade. Vor allem die überraschend hohe Nachfrage nach dem Modedrink hatte im zweiten Quartal ein starkes Gewinnplus erbracht.

PepsiCo ist nach Archer Daniels Midland das zweitgrößte Unternehmen in den USA, das von einer Frau geleitet wird. Die Getreideanlagenfirma Archer Daniels Midland hatte im April Patricia Woertz zum CEO berufen und ist damit die größte US-Firma mit einer Frau im Chefsessel. Nooyi kam 1994 ins Unternehmen. Sie ist der fünfte CEO in der 41-jährigen PepsiCo-Geschichte. Unter anderem trieb sie nach Firmenangaben maßgeblich die Restrukturierung bei PepsiCo voran.

Mehr als zehn Jahre zeichnete sie zudem für die globale Strategie des Unternehmens verantwortlich. "Indras Leistungen für die Veränderung von PepsiCo sprechen für sich", sagte der scheidende CEO Reinemund. Sie habe ein großes Talent, Ideen in die Realität umzusetzen. "Ich bin überzeugt, dass sie mehr als geeignet ist für den Job und absolut bereit für ihre neue führende Rolle bei PepsiCo", erklärte er.

PepsiCo ist auch der weltgrößte Anbieter von Knabbergebäck und ein führendes Nahrungsmittelunternehmen. Der Konzern hat einen Jahresumsatz von 33 Milliarden Dollar und beschäftigt 157.000 Mitarbeiter. Die Aktien des Unternehmens lagen im frühen Handel kaum verändert bei 63,40 Dollar. Seit dem Amtsantritt Reinemunds sind die Titel um 44 Prozent gestiegen, während die Papiere von Coca-Cola fünf Prozent ihres Wertes verloren.

tim/Reuters/dpa

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