Währungen Dollar fällt auf 16-Monats-Tief
New York - Der Dollar fiel auf einen Kurs von 94,27 US-Cents je Euro. Das ist der niedrigste Stand des Greenback gegenüber der europäischen Währung seit dem 5. Februar 2001. Der Dollar stürzte ab, obwohl neue Zahlen des US-Einkaufmanager-Indexes (ISM) die Vermutung nahe legen, dass sich die US-Wirtschaft in einer weitaus robusteren Verfassung befindet als bisher angenommen. Auch gegenüber dem japanischen Yen gab der Dollar etwas nach.
Händler machten die schlechte Verfassung der US-Finanzmärkte für den weiteren Rückgang des Greenback verantwortlich. Der wichtigste amerikanische Börsenindex Standard & Poor's 500 rutschte gestern auf ein Acht-Monats-Tief. Zuvor war der Vorstandschef des wegen seiner Bilanzierungspraktiken in der Kritik stehenden Mischkonzerns Tyco International zurückgetreten.
"Die Probleme bei US-Unternehmen und die daraus resultierenden Verluste am Aktienmarkt nagen an der Glaubwürdigkleit des Dollar", sagte Minor Takeuchi, Währungsanalyst bei JPMorgan Chase in Tokyo.