Währungen Euro erreicht neuen Höchststand
Frankfurt am Main - Nach Reuters-Daten kostete ein Euro um 15.15 Uhr 1,3697 Dollar und war damit so viel wert wie noch nie. Gegen 16 Uhr notiert die Gemeinschaftswährung sogar bei 1,37 Dollar. Zuletzt hatte der Euro Ende April eine Bestmarke aufgestellt.
Experten führen den weltweiten Höhenflug auf die hohen Leitzinsen zurück, von denen sowohl der Euro als auch der Dollar seit Monaten profitieren. In den USA liegt der Zinssatz bei 5,25 Prozent, in der Euro-Zone bei 4,0 Prozent. Analysten erwarten angesichts der brummenden Konjunktur in Europa und steigender Inflationsgefahren für September eine Erhöhung sogar auf 4,25 Prozent. Immer mehr Auguren rechnen mit weiteren Zinsschritten Ende des Jahres oder Anfang 2008.
Unterdessen wächst die Zahl kritischer Stimmen zum Gefüge der Devisenmärkte. Chefanalyst Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank glaubt, die Verwerfungen an den Märkten nähmen zu. "Nicht zuletzt der schwache Yen haben der guten Ausfuhrentwicklung der japanischen Wirtschaft schon 2006 geholfen", ermittelte zuletzt auch die Bundesagentur für Außenwirtschaft (BFAI), die zum Bundeswirtschaftsministerium gehört.
Allein aus dem Geschäft mit der Bundesrepublik, Japans größtem Handelspartner in Europa, erwirtschaftete das Land nicht zuletzt deshalb einen Überschuss von rund zwei Milliarden Dollar, stellte die BFAI kürzlich fest. Der Yen war gestern gegenüber dem Euro auf den tiefsten Stand seit Einführung der Gemeinschaftswährung gefallen.
mik/Reuters