Wahlfolgen ZEW-Index bricht ein
Mannheim - Der auf einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) basierende Index fiel im September von 50,0 auf 38,6 Punkte, wie das ZEW mitteilte. Bankenvolkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 45 Zähler erwartet.
Wesentlicher Grund für den Rückgang seien die Unsicherheiten über den künftigen wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland, schreibt das Institut. Dabei ist ein großer Teil der Antworten nach ZEW-Angaben erst nach der Bundestagswahl eingegangen.
Die Forscher legten daher einen gesonderten Indexwert vor, der allein auf diesen Daten basiert. Dieser sei deutlich geringer ausgefallen als der des Gesamtindikators, erklärte das ZEW. Neben der Unsicherheit aufgrund des Wahlausgangs führten die Ökonomen als weitere Gründe für die gesunkenen Konjunkturerwartungen den hohen Ölpreis und die Folgen des Wirbelsturms "Katrina" an.
An der Umfrage beteiligen sich 309 Finanzexperten. Der Indikator gibt die Differenz der positiven und negativen Erwartungen für die künftige Wirtschaftsentwicklung auf Sicht von sechs Monaten in Deutschland wieder. Abgefragt werden auch die Erwartungen für die Eurozone, Japan, Großbritannien und die USA.