Wahlkampf Blair verschiebt die Euro-Frage
London - Blair sagte in einem Interview mit Sky News, es sei in den nächsten Jahren unwahrscheinlich, dass sein Land den Euro einführt. "Im Moment sieht es nicht so aus, als ob das sehr wahrscheinlich wäre." Er habe keine Pläne für einen Beitritt Großbritanniens zur Euro-Zone nach der Wahl.
Dieser komme nur bei wirtschaftlich guten Rahmenbedingungen und nach einem Referendum in Frage. "Wenn es der Wirtschaft des Landes nicht hilft, dann macht man es nicht", sagte Blair.
Großbritannien hat ökonomische Kriterien festgelegt, die vor einem Beitritt zur Euro-Zone erfüllt sein müssen. Blair stellt sich am 5. Mai für eine dritte Amtszeit zur Wahl. Die Briten sind Umfragen zufolge ausgesprochen Euro-skeptisch.
Blair sagte weiter, wenn die EU-Verfassung in Frankreich und anderen EU-Ländern abgelehnt werde, wolle Großbritannien auf ein eigenes Referendum dazu verzichten. "Wenn Frankreich Nein sagen würde und dann der Rest Europas die Verfassung auch noch zerfleddern und sagen würde, 'Das vergessen wir mal', dann würden wir nicht ein Referendum über etwas abhalten, das es gar nicht mehr gibt."