Wahlkampf: Industrie warnt vor Großer Koalition - DER SPIEGEL
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Wahlkampf Industrie warnt vor Großer Koalition

Angesichts steigender Umfragewerte für die SPD wird ein rot-schwarzes Regierungsbündnis zumindest rechnerisch immer wahrscheinlicher. Beim Bundesverband der Deutschen Industrie sorgt dieses Szenario für Unmut.
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Berlin - "Die große Koalition führt zu einer Stagnation in Deutschland. Das wird gerade den Arbeitslosen überhaupt nicht helfen", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, der Nachrichtenagentur dpa. Die Programme von Union und SPD liefen völlig auseinander, weil die Interessenlagen und die Richtungen so unterschiedlich sind, erklärte der Verbandschef.

Er hoffe deshalb auf eine Mehrheit von Schwarz-Gelb, sagte Thumann. Dann werde es auch wieder politisch gleich gesinnte Mehrheiten im Bundesrat und Bundestag geben. Damit bekomme Deutschland die Chance, sich schneller auf die neuen Herausforderungen einstellen zu können.

Thumann warnte vor den Folgen eines möglichen rot-rot-grünen Bündnisses aus SPD, Grünen und Linkspartei. "Dieser fröhliche Sozialismus, den Herr Lafontaine da verbreitet, der führt uns in die fröhliche Pleite in Deutschland", sagte Thumann zum Spitzenkandidaten der Linkspartei Oskar Lafontaine. Eine Umsetzung des Programms der Linkspartei würde jeden Staatshaushalt sprengen, ohne zu Wirtschaftswachstum zu führen.

Der BDI-Präsident forderte "beinhartes Sparen", das durch eine mutige Wachstumspolitik flankiert werden müsse. Nur wenn die Regierung beide Bereiche gleichzeitig anpacke, könne sie den Haushalt konsolidieren. Als eine Sparmöglichkeit schlug er vor, die Subventionen von derzeit 60 Milliarden Euro pro Jahr in den kommenden drei Jahren um jeweils 10 Prozent zu kürzen.

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