Wahre Perlen - DER SPIEGEL
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INTERNET-BÖRSE Wahre Perlen

• aus DER SPIEGEL 18/1999
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Einen regelrechten Boom erleben Aktien, die nicht an der Börse notiert sind, sondern im Internet gehandelt werden. So steigerte allein die AHAG AG, Marktführer im Handel mit diesen sogenannten Nebenwerten, ihren Umsatz 1998 von 24,5 Millionen auf 190 Millionen Mark. Bei solchen Papieren handelt es sich meist um Unternehmen, die Kapital brauchen, aber für eine Notierung am Neuen Markt noch nicht reif sind. Darauf spezialisierte Handelshäuser wickeln Orders über Internet oder Telefon ab. Unter den Werten finden sich wahre Perlen: So ist die Senator Film AG, bevor sie an den Neuen Markt wechselte, zehn Jahre lang außerbörslich gehandelt worden - und hat in dieser Zeit über 5000 Prozent Zuwachs erzielt. Die bei WebStock gehandelte Internet 2000 legte seit ihrer Emission im September 1997 um über 1100 Prozent zu. Derzeit werden mehr als 300 Aktien gehandelt. Doch die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre warnt: »Diese Unternehmen unterliegen bei weitem nicht der Kontrolle von börsennotierten Firmen.«

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